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Bruno Giuranna

Der italienische Dirigent und Bratschist entstammt einer Musikerfamilie, wurde in Mailand geboren und absolvierte in Rom sein Musikstudium. Er gehörte zu den Mitbegründern des Ensembles I Musici und war Mitglied des Trio Italiano d’Archi. Als Solist brachte er das für ihn komponierte Concerto für Viola und Streicher von Giorgio Federico Ghedini unter der Leitung von Herbert von Karajan zur Uraufführung. In der Folge trat Giuranna als Solist mit Orchestern wie dem Berliner Philharmonischen Orchester, dem Concertgebouw Orchester Amsterdam, dem Orchestra del Teatro alla Scala di Milano unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Sir John Barbirolli, Sergiu Celibidache, Carlo Maria Giulini und Riccardo Muti in Erscheinung. Als Dozent war er 1995/1996 Inhaber eines Lehrstuhls für Viola an der Royal Academy of Music in London und unterrichtete bis zu der Emeritierung an der Hochschule der Künste, Berlin. Er leitet die Konzertklasse an der Fondazione Stauffer in Cremona und erteilte Meisterkurse in aller Welt; wiederholt wurde er vom Marlboro Festival in die Vereinigten Staaten eingeladen. Von 1983 bis 1992 wirkte Giuranna als Musikdirektor des Orchestra da Camera di Padova e del Veneto und unternahm mit ihm während dieser Periode zahlreiche Tourneen durch Europa und nach Südamerika. 1988 präsidierte er die Jury des First International Bruno Giuranna Viola Competition in Brasilien. Seine Diskographie schliesst Aufnahmen von Mozarts Sinfonia Concertante mit Franco Gulli, Henryk Szeryng und Anne-Sophie Mutter ein, dazu die Gesamteinspielung der Concerti für Viola d’amore von Vivaldi und der Klavierquartette von Mozart mit dem Beaux Arts Trio (Philips). Die 1990 erschienene Aufnahme der Beethovenschen Streichtrios mit Anne-Sophie Mutter (Violine) und Mstislav Rostropovich (Violoncello) bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft erhielt eine Grammy Award-Nomination. Als Dirigent gewann Giuranna den Grand Prix du Disque der Académie Charles Cros, Paris, für die Einspielung der Cellokonzerte Boccherinis mit dem Solisten David Geringas. Die bis anhin jüngste Aufnahme ist die bei EMI erschienene der Sinfonia Concertante von Mozart, zusammen mit Anne-Sophie Mutter und der Academy of St-Martin-in-the-Fields unter Sir Neville Marriner. Gegenwärtig ist Giuranna Principal Guest Conductor des Irish Chamber Orchestra; seit 1998 besteht zudem eine enge Zusammenarbeit mit dem Orchestra dei Pomeriggi Musicali di Milano. Die jüngsten und zukünftigen Konzertauftritte als Bratscher und Dirigent:: Solist beim Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Jeffrey Tate in der Konzertsaison 1999/2000 mit dem Concerto für Viola und Orchester von William Walton Leitung der Saisoneröffnung 2000/2001 der Accademia Filarmonica Romana imTeatro Olimpico mit dem Orchestra da Camera Italiana Dirigat einer Aufführung des Messias von Händel mit dem National Chamber Choir of Ireland und dem Irish Chamber Orchestra Überdies erscheint Giuranna in der Eigenschaft als Violaspieler und Dirigent mit dem Irish Chamber Orchestra in einer Serie von Programmen mit Werken von Mozart, Britten, Schubert und Schostakowitsch auf dem Konzertpodium.